Gelände Bundesrechnungshof
Frankfurt am Main

Die Diskussion über den Abriss oder Erhalt des Bundesrechnungshofs rückt vorwiegend die Frage nach dem kulturhistorischen Wert des denkmalgeschützten Gebäudes in den Mittelpunkt. Ignoriert wird die Frage nach der Sinnfälligkeit einer städtebaulichen Konzeption, die in den 50er Jahren nach dem Leitbild der aufgelockerten Stadt ein Ensemble aus Scheiben vorschlug, das von einem diffusen öffentlichen Raum umgeben ist. Das Gebäude als Solitär steht in unmittelbarem Zusammenhang zum überbreiten Durchbruch der Berliner Straße, die in diesem Bereich seit 1974 zusätzlich die östliche Einfahrt zum Theatertunnel aufnimmt. Zum Umbau der verkehrsgerechten Stadt in eine Stadt, die am Schrittmaß des Fußgängers orientiert ist, muss man auch den Theatertunnel in Frage stellen.



Dadurch erhält der Eigentümer des Bundesrechnungshofs zusätzlich Fläche, die vom öffentlichen Straßenraum umgewidmet wird. Selbstredend, dass der Baublock in seiner Nutzungsmischung und seiner architektonischen Vielgestaltigkeit die Forderung nach optischem Halt auch architektonisch erfüllt. Ein Hotel, Büros und Wohnungen sind hier denkbar. In Fortsetzung der neuen Bauflucht an der Berliner Straße wird ein Gebäude nördlich des Rathaus-Nordbaus vorgeschlagen. Eine Fußgängerarkade reicht von der Einmündung der Weißfrauenstraße in die Berliner Straße über das Gebäude nördlich des Rathaus-Nordbaus bis zum Paulsplatz und eröffnet eine ganz neue räumliche, am Fußgänger orientierte Qualität.

Projektdaten
Projektstudie 2011

Standort
Berliner Straße 51-55, Frankfurt

Auftraggeber
NN

Beauftragte Leistungen
Lph 1-2

Umfang
30.000 qm BGF ohne Untergeschoss

Reine Baukosten brutto
43 Mio EUR

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