Quartier Berliner Straße, Fahrgasse
Frankfurt am Main

An verschiedenen zentralen Orten der Innenstadt schreiben sich Siedlungen der 50er Jahre, die dem Leitbild der gegliederten und aufgelockerten Stadt folgen, in das städtische Gefüge ein. Kennzeichnend sind weite Höfe und Straßenräume, eine relativ niedrige Bebauung, Hauseingänge zum Hof und ein bescheidenes architektonisches Erscheinungsbild. Die vorgeschlagene Konzeption für das Quartier an der Berliner Straße zwischen Fahrgasse und der Stadtbibliothek an der Hasengasse sieht ein hoch verdichtetes urbanes Gefüge vor, das die Straßenquerschnitte von Berliner Straße und Fahrgasse deutlich reduziert und die Wohn- und Geschäftsfläche erhöht.



Politische Voraussetzung für die Neuentwicklung des Areals ist eine Sozialcharta, die den Bewohnern des Quartiers zum gleichen Mietpreis eine Neubauwohnung anbietet. Daneben orientiert sich das parzelläre Erscheinungsbild von städtischen Wohn- und Geschäftsgebäuden mit haptisch erlebbaren und optisch ansprechenden Fassaden am Schrittmaß des Fußgängers. Die Reduktion des Straßenquerschnitts der Berliner Straße und die Einkaufsarkade fördern die Attraktivität der Fußwege in einer Weise, dass die derzeit fast ausschließlich auf die Zeil orientierten Fußgängerströme künftig in einem Rundlauf von der Hauptwache über die Neue Kräme, die Berliner Straße, die Fahrgasse zur Konstablerwache und über die Zeil zurück zur Hauptwache gelangen können.

Projektdaten
Projektstudie 2011

Standort
Berliner Straße 2-14, Fahrgasse 1-7, Frankfurt

Auftraggeber
NN

Beauftragte Leistungen
Lph 1-2

Umfang
40.000 qm BGF ohne Untergeschoss

Reine Baukosten brutto
62 Mio EUR

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