Parkstadt Rebstock
Frankfurt am Main

Als Alternative zu einem geplanten Stadtteil an der A5 im Nordwesten Frankfurts steht die Parkstadt Rebstock für einen urbanen Stadtteil in der Nähe zur Innenstadt. Auf diesem Gelände von 80 Hektar lassen sich in fünfgeschossiger Bauweise etwa 11.500 Wohnungen für knapp 30.000 Bewohner bauen. Das bedeutet, die gleiche Bewohnerzahl findet auf einem Areal Platz, das in etwa zweieinhalb Mal so klein ist wie der geplante Stadtteil an der A 5. Die Endhaltestellen einer Straßenbahn und einer zukünftigen Stadtbahn erschließen die ersten Bauabschnitte und können sukzessive mit den weiteren Bauabschnitten nach Westen verlängert werden. Der Rebstockpark wird um mehr als sechs Hektar erweitert. Mehr als 4.500 Bäume werden in dem neuen Quartier gepflanzt.



Die Messeparkplätze lassen sich in ein neues Messeparkhaus verlagern, das außerhalb der Großmessezeiten als Park and Ride- Parkhaus mit etwa 10.000 Stellplätzen und Anbindung an die Stadtbahn die Stadt um mehr als 20.000 Autofahrten pro Tag entlastet. Ersatzflächen für die Kleingartenanlagen, neue Landschaftsparks und neue Sportanlagen bauen eine differenzierte stadtnahe Freizeit- und Erholungslandschaft an anderen Stellen im Grüngürtel und außerhalb davon auf. Die Quartiere des rund um den Rebstockpark vorgeschlagenen Stadtteils definieren durch eine klassische Blockrandbebauung den öffentlichen Raum als Gefäß des täglichen Lebens, das weitgehend autofrei ist, da sich die Quartiersparkhäuser an der Peripherie des neuen Stadtteils als Lärmschutz zu Autobahnen und Bahntrassen anbieten.



Eine ausreichende Anzahl an Schulen und Kindertagestätten, dezentrale Ladenzeilen für den lokalen Bedarf, soziale Angebote, Flächen für Freiberufler und kleinere Büros in den Erdgeschossen fördern die Begegnungsmöglichkeiten im Stadtteil und damit die Identifikation mit ihm. Weite Teile des Territoriums sind im Besitz der Stadt Frankfurt und ermöglichen der Stadt über die Schaffung des Planungsrechts hinaus Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung, die von einer Gestaltungssatzung, die etwa Wärmedammverbundsysteme an den Fassaden verbietet bis zur Konzeptvergabe der Grundstücke reicht.



Eine möglichst kleinteilige Vergabe an eine Vielzahl von Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und Baugemeinschaften, Bauträgern und privaten Investoren stellt die Vitalität, die soziale Ausgewogenheit und architektonische Varianz der Quartiere her. Präzise Konzepte von geförderten und freifinanzierten Wohnungen, Miet- und Eigentumswohnungsbau, von Wohnungsmix und Sonderformen des Wohnens, von Nutzungsmischung und der Qualitätsanforderungen an Architektur und Freiraumgestaltung sind dafür Voraussetzung.

Projektdaten

Standort
Umgebung des Rebstock-Parks, Frankfurt

Anzahl Wohnungen
11.500

Parkstadt in der Presse (Links)

FAZ vom 13.12.2017 (pdf)

FR vom 19.12.2017 (pdf)

Offenbach Post vom 26.01.2018 (pdf)

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